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01.12.2020

01.12.2020 Update Corona Landkreis Miesbach - Welche Änderungen kommen im Dezember auf die Schulen zu?

Bereits vergangene Woche haben Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten einen bundesweit einheitlichen Rahmen für die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung abgesteckt. Am späten Freitagabend folgte die Konkretisierung für die Schulen auf Länderebene. Kultusminister Michael Piazolo informierte die Schulleiter über die Maßnahmen, die ab 1. Dezember gelten. Diese sind im Wesentlichen:

  • Der Präsenzunterricht ist so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.
  • Die Maskenpflicht auch am Platz gilt unverändert für alle Jahrgangsstufen.
  • Für Landkreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 bzw. über 300 gelten weitergehende Maßnahmen („Hotspot-Strategie“):
    • Über 200: An allen weiterführenden und beruflichen Schulen wird ab der Jahrgangsstufe 8 ein Mindestabstand von 1,5 Metern auch im Klassenzimmer eingeführt. In aller Regel wird dies zum Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht mit geteilten Lerngruppen führen, wenn der Mindestabstand sonst nicht eingehalten werden kann. Ausgenommen sind Förderschulen und Abschlussklassen aller Schularten.
    • Über 300: Weitergehende Einschränkungen im Schulbetrieb können angeordnet werden, beispielsweise die Einhaltung des Mindestabstandes in weiteren Jahrgangsstufen, um Schulschließungen zu vermeiden.
    • Staatliches Schulamt und Gesundheitsamt müssen sich bei der Anordnung von Maßnahmen eng abstimmen und diese auf das aktuelle Infektionsgeschehen anpassen.
  • Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien ist der Freitag, 18. Dezember 2020. Der Unterricht am 21. Und 22. Dezember 2020 entfällt, an den Schulen wird jedoch eine Notbetreuung eingerichtet.
  • Die Schulen erhalten FFP2-Masken, die Lehrer bei Bedarf verwenden können.

Diese Neuerungen sind verbindlich in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern umzusetzen. Wie betreffen diese Regeln nun die Schulen im Landkreis Miesbach?

Der Präsenzunterricht wird so lange wie möglich aufrechterhalten – daran hält Landrat Olaf von Löwis weiterhin fest. Schon seit Beginn des Schuljahres hat von Löwis der Koordinierungsgruppe die klare Zielrichtung vorgegeben, nämlich die Schulen so lange wie möglich offenzuhalten. Bisher musste keine Schule ganz geschlossen werden, jedoch müssen immer wieder Klassen in Quarantäne, wenn ein Mitschüler positiv getestet wird. Aktuell sind 19 Klassen vorübergehend in Quarantäne.

Es gibt aktuell keinen weiteren Handlungsbedarf, weil die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis mit 144 (Sonntag), 138 (Montag) und 141 (heutiger Dienstag) weit weg von der Grenze von 200 ist, ab der die „Hotspot-Strategie“ gelten würde. Dennoch bereiten sich die Schulen intensiv auf möglicherweise wieder steigende Infektionszahlen und die daraus resultierende mögliche Klassenteilung vor.

Kann in den Klassen ab Jahrgangsstufe 8 nicht der Mindestabstand zwischen den Schülern von 1,5 Meter eingehalten, müssen auch im Landkreis Miesbach die Klassen geteilt werden und abwechselnd präsenz- und distanz-beschult werden. An den Mittelschulen würde diese Regelung vorerst nur die 8. Klassen betreffen, weil die 9. und 10. Klassen als Abschlussklassen ausgenommen sind. Nicht in allen, aber in vielen Fällen wird es möglich sein, dass diese betroffenen 8. Klassen in einen größeren Raum (z.B. Aula) umziehen. Wenn dann der Abstand eingehalten werden kann, ist weiterhin Präsenzunterricht für die gesamte Klasse mit Mund-Nasen-Bedeckung möglich.

An den elf anderen weiterführenden Schulen in Landkreis-Trägerschaft ist die Situation schwieriger: Hier wären aufgrund der längeren Schullaufbahn viel mehr Klassen betroffen. Es wird nicht möglich sein, alle Klassen im Bedarfsfall in größere Zimmer umziehen zu lassen, sodass davon auszugehen ist, dass Klassen ab Jahrgangsstufe 8 an weiterführenden Schulen geteilt werden müssen, wenn die Inzidenz von 200 überschritten wird. Die Organisationshoheit obliegt dem Schulleiter, der auf die jeweilige Schulsituation angepasste Konzepte unter Berücksichtigung der festgelegten Rahmenbedingungen erstellen kann.

Ganz explizit betont werden soll noch einmal, dass es für die Schüler aktuell keine Änderungen gibt. Erst wenn die Inzidenz von 200 überschritten wird, greifen die neuen Regelungen. In diesem Fall wird die Koordinierungsgruppe des Landkreises zusammentreten und zusammen mit Gesundheitsamt und Staatlichem Schulamt noch einmal das weitere Vorgehen besprechen. Anschließend informiert das Staatliche Schulamt alle Schulleitungen im Landkreis. Parallel dazu wird die Öffentlichkeit informiert. Bis dahin gibt es keine Änderungen.

Die FFP2-Masken für Lehrer werden auf Schul-Größen proportioniert und in den kommenden Tagen über das Staatliche Schulamt an die Schulen vergeben. Lehrer können die FFP2-Masken freiwillig tragen, es besteht keine Verpflichtung zum Tragen.

Die aktuellen Zahlen wie immer in der Randspalte.