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27.12.2020

27.12.2020 Update Corona Landkreis Miesbach - Impf-Start im Landkreis: Erste 100 Dosen an Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtung verimpft 

Die ersten 100 Dosen Impfstoff gegen das Coronavirus wurden heute im Landkreis Miesbach verimpft. 77 Bewohner und 19 Mitarbeiter aus dem „Seniorenzentrum Der Schwaighof“ in Tegernsee, sowie vier Mitarbeiter des Impfteams vor Ort meldeten sich freiwillig zur ersten Impfung im Landkreis an. Damit sind etwa 75% aller Bewohner dieser Pflegeeinrichtung gegen das Virus geimpft.

Die Impfungen wurden durch Dr. Thomas Straßmüller, den ärztlichen Leiter des Impfzentrums im Landkreis, vorgenommen. Er wurde von mehreren Ärzten sowie von Mitarbeitern des BRK Kreisverbandes unterstützt.

„Der Impf-Start ist geglückt“, resümiert Dr. Straßmüller. Es habe keine Probleme bei den Impfungen gegeben. Alle frisch Geimpften würden nun, wie bei allen Impfungen üblich, die nächsten Tage beobachtet. In genau 21 Tagen erfolgt dann die zweite Impfung. Der Impfstoff dafür wird nicht aufbewahrt, sondern soll bis dahin wieder frisch geliefert werden.

 „Mit der am 23.12. angekündigten, sehr überschaubare Menge von 100 Impfdosen konnten wir heute zum Start gut arbeiten. Spannend wird, wie viele Dosen in den nächsten Tagen kommen. Wir müssen sehr flexibel sein und die Planung bei Bedarf möglicherweise sehr kurzfristig anpassen“, sagt Dr. Straßmüller. Diese Mühe sei es aber wert, sagt er: „Wenn wir es so schaffen, die Pflegeeinrichtungen im Landkreis gut durch die Krise zu bekommen, dann fällt uns ein großer Stein vom Herzen.“

Auch Landrat Olaf von Löwis ist zuversichtlich: „Das Team ist enorm engagiert und war auch über die Weihnachtsfeiertage jeden Tag im Dienst. Wir hängen in der weiteren Planung von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab, aber bin ich sehr zuversichtlich, dass dank der hervorragenden Planung unserer Impfzentrums-Verantwortlichen jeder Landkreisbürger, der möchte, bald geimpft werden kann.“

Beate Faus, die den Betrieb des Impfzentrums organisiert, umreißt - soweit das aktuell möglich ist – das weitere Vorgehen: „Für dieses Jahr sind noch zwei Lieferungen für alle Landkreise angekündigt. Beide Male sollen ungefähr 325 Dosen pro Landkreis geliefert werden, wobei sich Landkreise die Chargen teilen und daher einige Landkreise den Impfstoff in anderen Landkreisen abholen und ins eigene Impfzentrum verbringen müssen.“ Der Zeitplan für diese Aufteilung zwischen den Landkreisen wurde noch nicht bekanntgegeben. Die Planung für alle Beteiligten wird durch diese zeitliche Ungewissheit deutlich erschwert, weil der Impfstoff nur wenige Tage haltbar ist. Der heute verwendete Impfstoff wurde gestern von Vertretern des Katastrophenschutzes am Landratsamt von einer zentralen Verteilungsstelle der Staatsregierung abgeholt.

Die Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen sollen gemäß der Impf-Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums zuerst die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen. Sobald also in den kommenden Tagen wieder Impfstoff zur Verfügung steht, besuchen die mobilen Impfteams nacheinander die weiteren acht Pflegeeinrichtungen im Landkreis. Vor dem Impf-Termin besuchen Ärzte die Einrichtungen und klären Fragen der Bewohner.

Die nächsten Einrichtungen wurden von Dr. Straßmüller schon festgelegt und die Aufklärung der Bewohner hat bereits begonnen. Die Einrichtungen werden jedoch nicht vorab öffentlich bekanntgegeben, um mögliche Begehrlichkeiten vom Impfstoff, der rund um die Uhr bewacht wird, abzuwenden.

Sobald alle der insgesamt ca. 850 Bewohner von Pflegeeinrichtungen, die sich impfen lassen wollen, sowie die Mitarbeiter der Pflegeeinrichtungen sich auf Wunsch haben impfen lassen, öffnet das Impfzentrum in Hausham. Dann können Menschen über 80 Jahren Termine im Impfzentrum vereinbaren. „Sobald klar ist, wann der Impfstoff kommt, geben wir unverzüglich alle Möglichkeiten der Terminvergabe bekannt“, verspricht Impfzentrums-Organisatorin Faus.


Sophie Stadler, Leitung Büro Landrat & Pressesprecherin