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16.08.2018

Kultusministerium sagt Stelle für Schulsozialpädagogen zu

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat die Einrichtung einer neuen Stelle für eine Schulsozialpädagogin oder einen Schulsozialpädagogen zugesagt. Das geht aus einem Brief hervor, den Staatsminister Bernd Sibler an den Landrat Wolfgang Rzehak geschrieben hat. Die Sozialpädagogin soll ihren Dienst im kommenden Schuljahr 2018 / 2019 antreten. Stammschule ist das Staatliche Berufliche Schulzentrum Miesbach. Das Kultusministerium will in diesem Schuljahr bereits bayernweit 60 Schulsozialpädagogen einsetzen. Der Ministerialbeauftragte und die Regierung von Oberbayern hatten eine Vorauswahl über mögliche Stammschulen getroffen.

„Diese neue Stelle am Beruflichen Schulzentrum ist sehr erfreulich und auch sehr notwendig“, meinte Landrat Wolfgang Rzehak. „Die Schulsozialpädagogen sind wichtige Helfer für die Schulleitungen, die Lehrerinnen und Lehrer. Heute werden oftmals in die Schule gesamtgesellschaftliche Entwicklungen hereingetragen, die dann die Schule lösen soll. Ich hoffe, dass die Sozialpädagogen viel präventiv arbeiten können und so helfen, Probleme zu lösen bevor sie überhaupt entstehen. Für unsere Schülerinnen und Schüler, für die Schulfamilie, aber auch für den Zusammenhalt der ganzen Gesellschaft sehe ich hier großen Nutzen“, sagte der Landrat.

Die Wichtigkeit der Thematik wird auch dadurch betont, dass eine Delegation aus dem Landkreis Miesbach vorher das Gespräch mit dem Minister in München gesucht hatte. Bei dem Treffen am 11. Juli 2018 nahmen die Fraktionsvorsitzenden aus dem Kreistag und Kreisräte teil. Die Miesbacher Abordnung hatte den Minister gebeten, sich dafür einzusetzen, dass „entweder die Schulen oder die Kommunen von staatlicher Seite finanziell oder personell besser“ bei der Sozialarbeit an den Schulen „unterstützt werden“.

„Es ist schön, dass der Minister sich hier eingesetzt hat und der Landkreis Miesbach berücksichtigt wird“, meinte Landrat Wolfgang Rzehak. Er dankte auch allen Fraktionsvorsitzenden und Kreisräten, die sich in München beim Minister für dieses wichtige Projekt stark gemacht haben. „Es ist wichtig, dass wir hier – über Parteigrenzen hinweg – alle zusammenarbeiten, um eine gesamtgesellschaftlich wichtige Entwicklung zu erreichen“.

Das Kultusministerium will in den Jahren 2018 bis 2023 insgesamt 300 zusätzliche Stellen für Schulpsychologen schaffen. Ab dem kommenden Schuljahr gibt es außerdem die Schulsozialpädagogen. Hier sind „im Endausbau“, so das Ministerium, bayernweit 200 Stellen vorgesehen. Für das kommende Schuljahr sind davon bereits 60 geplant.