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28.12.2017

Kein Räumschnee ins Gewässer

Wohin mit dem geräumten Schnee? Auf keinen Fall in Gewässer, ans Ufer oder auf gefrorene Wasserflächen, erinnert das Landratsamt Miesbach. Starke Verschmutzungen, Fischsterben und Überschwemmungen könnten sonst die Folge der unerlaubten Schnee-Entsorgung im Wasser sein.

Wie in jedem Winter werden die für Schneeräumung und -abfuhr zuständigen Städte, Märkte und Gemeinden, aber auch viele Privatpersonen, wieder vor ein Problem gestellt: Wohin entsorge ich meinen Räumschnee?

Um schädliche Auswirkungen zu vermeiden, appelliert das Landratsamt Miesbach dringend an alle Verantwortlichen, den anfallenden Räumschnee auf keinen Fall in Gewässern abzuladen. Auch Räumschnee im Uferbereich oder auf gefrorenen Wasserflächen stellt aus wasserwirtschaftlicher Sicht eine große Gefahr dar.

Der Fachbereich „Wasser, Abfall und Bodenschutz“ am Landratsamt Miesbach erklärt die Hintergründe für die rechtliche Unzulässigkeit:

  • Der abgeräumte Schnee ist teilweise erheblich durch Tausalze, Öl- und Abriebrückstände, sowie Splitt oder Sand verunreinigt. Diese Schadstoffe würden direkt und konzentriert in das Gewässer eingebracht. Im Winter führen die Gewässer nur wenig Wasser, wodurch stärkere Verschmutzungen zu befürchten und Fischsterben nicht auszuschließen sind.
  • Die durch das Räumen und den Abtransport verdichteten Schneemassen können den Querschnitt von Fließgewässern erheblich einengen. Bei Schneeschmelze und Tauwetter, verbunden mit Hochwasserabflüssen, könnten Überschwemmungen und Ausuferungen die Folge sein.
  • Durch das Abtauen der Schneemassen im fließenden Gewässer wird ihm Wärme entzogen. In der Folge kann Grundeis entstehen, das ebenfalls Fischsterben auslösen kann.

Das Landratsamt bittet deshalb alle Verantwortlichen, Räumschnee nur auf dafür geeigneten Flächen abzulagern.