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13.07.2017

Schärfere Regeln für Waffenbesitzer

Für Jäger und Sportschützen gelten künftig schärfere Regeln für die Aufbewahrung ihrer Waffen: Am 6. Juli 2017 ist ein geändertes Bundesgesetz in Kraft getreten. Scharfe Waffen und Munition dürfen künftig nur noch in widerstandsfähigeren Sicherheitsbehältnissen mit dem Widerstandsgrad „0“ verwahrt werden. Dies gilt aber nur für Waffenschränke, die neu angeschafft werden. Bisher legale Behältnisse haben Bestandsschutz. Wer illegal eine Waffe besitzt, kann diese bis zum 1. Juli 2018 ohne Strafe abgeben.

Nach der Reform des Waffengesetzes müssen alle neuen Sicherheitsbehältnisse den hohen Wirkungsgrad haben. Schusswaffen und Munition müssen hier aufbewahrt werden. Unberechtigter Zugriff auf die Waffen soll so verhindert werden.

Nach der bisherigen Gesetzeslage waren auch weniger widerstandsfähige Behältnisse legal. Diese dürfen noch weiter benutzt werden. Nach Auskunft des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann sollen „Jäger und Schützen so vor übermäßigen finanziellen Belastungen geschützt werden“.

Wird ein bisher zulässiger Waffenschrank in einer häuslichen Gemeinschaft genutzt, dann darf er auch zusätzlich von Neu-Waffenbesitzern verwendet werden. Auch im Erbfall gilt die Ausnahmeregelung.

Mit der Änderung des Waffengesetzes ist auch wieder eine Amnestie in Kraft getreten: Wer unerlaubt eine Waffe besitzt, kann diese bis zum 1. Juli 2018 ohne Strafe abgeben. Die Waffen können bei jeder Polizeidienststelle abgegeben werden, oder im

Landratsamt Miesbach

Telefon: 08025 704-2400
Fax: 08025 704-72400
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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich sind Montag bis Donnerstag von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr (Donnerstag  bis 18:00 Uhr) und am Freitag bis 12:30 Uhr erreichbar.

Eine vergleichbare Amnestie hatte es bereits im Jahr 2009 gegeben, in ganz Deutschland wurden dabei rund 200.000 Waffen eingesammelt. Auch zum Fachbereich Öffentliche Sicherheit im Landratsamt brachten viele Bürgerinnen und Bürger diese unerwünschten Waffen. Oft waren dies Altwaffen, die schon lange im Familienbesitz waren. „Wir vermuten, dass schon viele dieser Waffen abgegeben wurden“, meinte der zuständige Fachbereichsleiter Christian Pölt, „jetzt wollen wir Alle ermuntern, die noch unerlaubt Waffen oder Munition besitzen, diese auch in sichere Verwahrung zu geben. Jede Waffe und jede Munition, die wir einsammeln, ist ein Sicherheitsgewinn für unseren Landkreis.“

Das Bayerische Staatsministerium des Innern weist außerdem darauf hin, dass nach dem gleichen Verfahren auch legale Waffen bei der Polizei oder dem Landratsamt abgegeben werden können. Nach Abgabe einer Eigentumsverzichtserklärung werden diese an das Landeskriminalamt weitergeleitet und vernichtet.

 

Das Bayerische Staatsministerium des Innern weist außerdem darauf hin, dass nach dem gleichen Verfahren auch legale Waffen bei der Polizei oder dem Landratsamt abgegeben werden können. Nach Abgabe einer Eigentumsverzichtserklärung werden diese an das Landeskriminalamt weitergeleitet und vernichtet.