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30.03.2021

Sicherheitslage 2020 im Landkreis Miesbach

 

Heute fand das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen Polizeipräsidium und Landratsamt trotz oder gerade wegen der Pandemie statt. Dominierendes Thema war – wie leider momentan immer – natürlich Corona.

Insbesondere Versammlungen/Demonstrationen und Verstöße gegen die Corona-Einschränkungen beschäftigen Polizei und Verwaltung.

2020 wurden 35 Versammlungen beim Landratsamt angezeigt und 2021 schon 17. Zum Vergleich: 2016 waren es 2, 2017 3. Die Polizei begleitet die Versammlungen.

Auch bei Verstößen gegen die Corona-Verordnungen arbeiten Polizei und Landratsamt eng zusammen. Alle Polizeidienststellen im Landkreis führten im Jahr 2020 18.000 Kontrollen durch, wobei 1.194 Verstöße zur Anzeige gebracht wurden. 

Insgesamt wurden im Jahr 2020 3.856 Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Die Aufklärungsquote stieg um 0,9 % auf 69,8 %.

Insbesondere sind folgende Straftaten herauszuheben (Veränderung im Vergleich zum Vorjahr):

Einfacher Diebstahl -11,1%

Schwerer Diebstahl -29,4%

Gewaltkriminalität -36,4%

Rauschgiftdelikte -1,0%

Sexualdelikte +21,5%

Tötungsdelikte -20,0%

Der deutliche Anstieg bei den Sexualdelikten ist hauptsächlich auf das Verbreiten von Kinderpornographie zurückzuführen. Schwere Sexualdelikte (z.B. Vergewaltigung) sind um 50 % zurückgegangen. Alle sechs Fälle von schweren Sexualdelikten konnten aufgeklärt werden.

Besonders erfreulich ist der Rückgang bei Wohnungseinbruchsdiebstahl (24 Fälle, -45,5%) und bei Geschäftseinbrüchen (11 Stück, -61%).

2020 gab es deutlich weniger Verkehrsunfälle als im Jahr zuvor (2020: 2.737, 2019: 3.300). Leider ist aber die Zahl der Verkehrstoten von sechs auf elf gestiegen. Hauptunfallursache waren wie im Jahr zuvor Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Ein- und Ausfahren und zu geringer Sicherheitsabstand.