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09.07.2018

Siegerentwurf für den Neubau des Landratsamtes vorgestellt

 Das Landratsamt Miesbach hat den Siegerentwurf für den Neubau eines Gebäudes des Landratsamtes vorgestellt. Ein Preisgericht hatte über die Vorschläge von 25 Architektenbüros entschieden.

Den ersten Preis gewann das Münchner Büro karlundp. Den zweiten Platz belegten wittfoht architekten bda mit ihrem Entwurf. Landrat Wolfgang Rzehak lobte den Siegerentwurf als ein „modernes, bürgerfreundliches Gebäude“. Im Jahr 2022 sollen in den Ersatzbau zwei Abteilungen des Amtes mit 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einziehen.

„Wir wollen dieses Gebäude um die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger herum bauen“, sagte der Landrat, „wir möchten ihnen ein bürgerfreundliches Gebäude anbieten“.Aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden die Wege kürzer, wenn sich die Behörde künftig nicht mehr auf neun verstreute Gebäude verteile. In Zukunft sollen nur noch vier Häuser des Landratsamtes in einer Art Campus an der Münchner und der Rosenheimer Straße gelegen sein.

„Außerdem war es für uns als Waldlandkreis wichtig: Der nachhaltige Baustoff Holz spielt eine große Rolle. Bei der Verwendung von Holz als Baustoff müssen wir als öffentliche Hand Vorbild sein“, sagte Landrat Wolfgang Rzehak.

Kein Ergebnis gefunden.

Der Siegerentwurf für das neue Gebäude kam von dem Münchner Büro karlundp. Das Büro besteht seit 1991, mittlerweile 45 Mitarbeiter haben sich vor allem auf öffentliche Bauvorhaben spezialisiert. Gründer Ludwig Karl pflichtete bei der Preisverleihung in Miesbach dem Landrat bei: „Es spricht viel für den Baustoff Holz, besonders die CO2-Bilanz“. Der Keller des Hauses soll in Stahlbeton gebaut werden, der Oberbau in Tafelbauweise als Holzkonstruktion.
Keine dunklen, trostlosen Flure Der Architekt beschreibt seinen Entwurf so: In dem großen Gartenhof bleibt die prächtige Rotbuche erhalten.

Der Neubau des Landratsamtes wird durch einen großen Foyerbereich erschlossen, der auch den Bürgern die Orientierung im Amt erleichtern soll. Ludwig Karl: „Es wird keine engen,dunklen, trostlosen Flure geben. Das Gebäude und besonders die Wartebereiche werden angenehm gestaltet“.
Der Neubau des Verwaltungsgebäudes soll 17,5 Millionen Euro kosten, eine Tiefgarage 7 Millionen Euro und 26 Wohnungen auf dem benachbarten Grundstück 5,5 Millionen Euro. Kämmerer Gerhard de Biasio meinte, „der Siegerentwurf hat die geringsten Verkehrsflächen. Er hat geringe Baukosten und Unterhaltskosten, etwa weil er nur einen Aufzug hat“.

Auch Landrat Wolfgang Rzehak lobte: „Der Entwurf legt sehr viel Achtung auf die Wirtschaftlichkeit!“ Am 18. Juli 2018 muss der Kreisausschuss entscheiden, ob der Bau ganz aus Eigenmitteln gestemmt werden soll, oder ob ein günstiges Darlehen über 3,7 Millionen Euro aufgenommen werden soll. Ein Förderbescheid über 2,2 Millionen Euro liegt schon vor. Außerdem muss der Ausschuss entscheiden, ob Tiefgarage und Wohnungen gleichzeitig mit dem Neubau gebaut werden sollen. Nach Auskunft des Kämmerers würde die einmalige Baustelleneinrichtung Geld sparen.

Kein Ergebnis gefunden.

Die niedrigen Unterhaltskosten des Neubaus tragen dazu bei, dass sich das Gebäude innerhalb weniger Jahre amortisiert. Gegen Ende des Jahres 2022 soll es bezugsfertig sein. Zwei Abteilungen mit 210 Mitarbeitern werden hier arbeiten. Zunächst werden nun Verhandlungen mit den ersten beiden Preisträgern geführt. Die Architekten müssen darstellen, wie die Umsetzung konkret aussieht. Sie müssen belegen, dass sie den finanziellen Rahmen einhalten werden. Dann steht dem Neubau nichts mehr im Wege.