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08.10.2020

Umweltbaustelle des Gebietsbetreuers: Schwenden für das Birkhuhn

Der Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge hat zusammen mit Ehrenamtlichen Almflächen von Latschen-Aufwüchsen befreit, um Lebensraum für Birkhühner zu schaffen. Nicht nur das Birkhuhn profitiert von der Aktion: Viele bedrohte Arten, wie die Heidelbeere und die Alpenrose, haben nun wieder mehr Lebensraum. 

„Das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn hat in den bayerischen Alpen eines seiner letzten Rückzugsgebiete in Deutschland“, erklärt Gebietsbetreuer Florian Bossert. Zusammen mit insgesamt 28 Freiwilligen des Deutschen Alpenvereins Sektion München und der Bergwacht München hat er deshalb einige Almflächen der Jägerbauernalm oberhalb des Spitzingsees und der Geitauer Alm oberhalb von Bayrischzell bearbeitet. Mit Astscheren und Sägen haben sie den Aufwuchs von Latschen zurückgeschnitten und damit Lebensräume für das Birkhuhn geschaffen. „Eine extensive Almweide mit Gehölzinseln und –rändern bietet den benötigten strukturreichen, halboffenen Lebensraum. Leider werden schwer zugängliche Almflächen in den Alpen immer öfter nicht mehr beweidet und verbuschen – dadurch schrumpft der eh schon knappe Lebensraum der Birkhühner immer weiter“, begründet Bossert.

Das Birkhuhn ist in den Alpen eine „Schirmart“, das heißt, dass auch andere Arten profitieren, wenn das Birkhuhn geschützt wird: „Durch das Freischneiden von Korridoren für das Weidevieh erreichen diese wieder offene Inseln, die sie dann wieder beweiden und somit vor dem Zuwachsen bewahren. Gleichzeitig kommen so auch wieder verstärkt Heidelbeere und Alpenrose auf, welche die Nahrung für das Birkhuhn sind“, sagt Bossert. Naturschutz und Almwirtschaft gehen Hand in Hand.

Der Bayerische Rundfunk berichtet in der Sendung „Bayern erleben“ am 12.10.2020 um 21:00 Uhr vom Schwenden auf der Jägerbauernalm.