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15.03.2021

Vollzug Tierseuchenrechtlicher Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest; Aufstallung

 

Aufstallung von Geflügel und Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in einem festgelegten Gebiet zu präventiven Zwecken und Aufhebung der Allgemeinverfügung vom 01.02.2021

Das Wort „Vogelgrippe“ (aviäre Influenza) bezeichnet in erster Linie eine Erkrankung durch Influenza A-Viren bei Vögeln. Das derzeitige HPAIV H5 Virus gilt als hoch pathogenes aviäres Influenza A-Virus. Dieses kann bei Nutzgeflügel zu schweren Schäden in den Tierbeständen führen, weil ein Großteil des infizierten Geflügels an der Krankheit verenden kann. Daher kommt auch der Begriff „Geflügelpest“, die also eine besonders schwere Form der Vogelgrippe meint. In der Umgangssprache werden die Begriffe Geflügelpest und Vogelgrippe jedoch häufig synonym verwendet.

Das Geflügelpest-Virus HPAIV H5 wurde in den vergangenen Wochen in mehreren Fällen bei Wildvögeln in Bayern und in mehreren Hausgeflügelbeständen festgestellt.

Eine Risikobewertung zum Auftreten des HPAIV H5 Virus wird regelmäßig vom Friedrich-Loeffler-Institut veröffentlicht. Diese Einschätzung ist die Grundlage für alle Maßnahmen in und um die betroffenen Gebiete. Es ist wichtig, die Maßnahmen einheitlich durchzuführen, um das Risiko eines Eintrags und der möglichen Verbreitung der Infektionen zu reduzieren. Das Landratsamt Miesbach steht daher mit den umliegenden Landratsämtern im Austausch.

Die neue Allgemeinverfügung des Landkreis Miesbach zum Vollzug tierseuchenrechtlicher Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest; Aufstallung von Geflügel und Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in einem festgelegten Gebiet zu präventiven Zwecken erging am 15.03.2021 und hebt die frühere Allgemeinverfügung zum gleichen Sachverhalt vom 01.02.2021 auf.

Kurz zusammengefasst bedeutet dies für alle privaten und gewerblichen Tierhalter von Geflügel wie Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse in den im jeweiligen Kartenabschnitt der Anlage markierten Bereiche folgendes:

  • Auftstallung des Geflügels (in geschlossenen Ställen oder in überdachten Volieren, die durch klein-/engmaschige Begrenzung das Eindringen von Wildvögeln unterbindet)
  • Halter von Geflügel mit einem Bestand von 1 bis einschließlich 100 Stück müssen ein Bestandsregister über die Anzahl der verendeten Tiere zu führen.
  • Halter von Geflügel mit einem Bestand von 101 bis einschließlich 1000 Stück Geflügel haben ergänzend Aufzeichnungen über die Gesamtzahl der gelegten Eier pro Bestand und Werktag zu führen. Des Weiteren sind besondere Hygiene- und Schutzvorkehrungen zu treffen.
  • Ausstellungen, Märkte und Schauen von Geflügel sind verboten.
  • Es gilt ein Fütterungsverbot für Greif- und Wasservögel.

Die genauen Maßnahmen entnehmen Sie bitte der Allgemeinverfügung zum Vollzug tierseuchenrechtlicher Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest; Aufstallung von Geflügel und Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in einem festgelegten Gebiet zu präventiven Zwecken Stand 15.03.2021, veröffentlicht im Amtsblatt