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Moorschutzprojekte

Renaturierung und Wiedervernässung der Hochmoorflächen im Auracher Moor

Ein Naturschutzprojekt des Landkreises Miesbach, kofinanziert vom Freistaat Bayern und der Europäischen Union

Das Auracher Moor mit rund 18 ha Fläche ist eines von drei großen Hochmooren im Oberen Leitzachtal.

Charakteristische Lebensräume wie die Moorheiden, Gewässer, Latschengebüsche, Streuwiesen, Torfmoosrasen und Moorrandwälder bieten hier einer Vielzahl hochbedrohter Tier- und Pflanzenarten einen sehr speziellen Lebensraum.

Nach der letzten Eiszeit haben sich im Auracher Moor in den vergangenen ca. 8000 Jahren mächtige Torfschichten aufgebaut, die an bestimmten Stellen bis zu sechs Meter tief sind. 

Die Torfschichten bestehen vollständig aus abgestorbenen und in derNässe konservierten Pflanzenresten und stellen einen mächtigen Kohlenstoffspeicher in der Landschaft dar.

Einst war Torf für die Menschen im Leitzachtal ein wichtiger Rohstoff, der zum Heizen und vor allem als Einstreu in den Viehställen genutzt wurde. Um diesen Torfabbau betreiben zu können, wurde das Auracher Moor – wie fast alle Moore im bayerischen Alpenvorland – durch die Anlage von Gräben systematisch entwässert.

Entwässerte Moore verlieren ihre Funktion als Wasserspeicher und setzen durch Zersetzung der trockenliegenden Torfschichten riesige Mengen klimaschädliches CO2 frei. 

Nur nasse Moore können weiterhin Torf aufbauen, CO2 binden und wichtigen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung stellen.

Vom Landkreis Miesbach wurden große Teile des Auracher Moores erworben, um konkrete Maßnahmen der Renaturierung und Wiedervernässung umsetzen zu können.

Der Grunderwerb wurde vom Freistaat Bayern und der Europäischen Union über eine sog. EFRE-Förderung finanziert.