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30.04.2021

Vogelbrutzeit - Schutzgebiete für Raufußhühner im Mangfallgebirge

 

Das Raufußhuhn ist laut BUND eine von 7000 vom Aussterben bedrohten Tierarten in Deutschland. Die bekanntesten ihrer Gattung sind das Auerhuhn, das Birkhuhn und das Schneehuhn. Während man vor vielen Jahrzenten im Mangfallgebirge noch zahlreiche Raufußhühner antreffen konnte, sieht man sie heute meist nur noch in Büchern und auf Bildern. Immer kleiner werdende Rückzugsgebiete haben die Population bedrohlich schrumpfen lassen.

Wenn die außergewöhnliche Artenvielfalt im Mangfallgebirge erhalten werden soll, müssen Erholungssuchende und Naturgenießer aus Nah und Fern an einem Strang ziehen. Es gilt, die Population zu erhalten und besonders die Reproduktion zu schützen. Raufußhühner brauchen ungestörte Brut- und Balzplätze, in denen der Nachwuchs herangezogen werden kann. Das Mangfallgebirge als europäisches Vogelschutzgebiet bietet die besten Bedingungen für zahlreiche Küken/Biberl.

Leider stellen Störungen durch den Menschen die größte Bedrohung der Raufußhühner dar. Die Brutzeit beginnt am 01. April und endet am 15. Juli. Die Raufußhühner balzen in den frühen Morgenstunden. Werden die nur zwei Tage im Jahr deckbereiten Paare bei der Balz gestört, wird es in diesem Jahr keinen Nachwuchs geben. Zum Schutz der Tiere stehen an sensiblen Bereichen und Parkplätzen seit diesem Frühjahr Aufklärungsschilder zur Vogelbrutzeit.

Was können Sie tun, um das seltene alpine Huhn zu schützen?

Während der Brutzeit vom 01.04. bis 15.07:

  • Wege nicht verlassen
  • Ruhig bleiben
  • Hunde anleinen
  • keine Drohnen im Vogelschutzgebiet (ganzjährig)
  • Auf Schilder von Balz- und Brutgebieten achten
  • Ausgewiesene Gebiete zwischen 19:00 Uhr und 07:00 Uhr nicht betreten
  • Biwakieren und Zelten in der freien Natur, besonders in den Schutzgebieten, ist verboten