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16.10.2018

Landratsamt unterstützt lokale Künstler

Das Landratsamt hat das Werk „Edge of Reality“ des Gmunder Künstlers Stephan Mundi aufgekauft. Künftig sollen etwa einmal jährlich lokale und regionale Künstlerinnen und Künstler durch Mittel aus dem Kulturfonds unterstützt werden. Landrat Wolfgang Rzehak hatte das farbenfrohe, starke und expressive Bild bei der Kunstausstellung Bayrischzell 2018 entdeckt, deren Schirmherr er war.

Der Künstler Stephan Mundi war nun im Landratsamt, um mit dem Landrat über seine Arbeiten und die Kulturförderung zu sprechen. Er wurde begleitet vom ersten Bürgermeister Bayrischzells, Georg Kittenrainer und von Klaus Gogolin, der Leiter der Ausstellung in Bayrischzell ist.

„Mir ist es als Landrat sehr wichtig, dass die öffentliche Hand unsere Kulturschaffenden unterstützt“, meinte Wolfgang Rzehak, „daher möchten wir nach und nach Werke für den öffentlichen Raum kaufen und so die regionalen Künstler unterstützen“. Er lobte das Bild – welches schon einige Tage in seinem Büro hängt – als „farbenfroh, lebensbejahend und positiv“.
„Ich male nach Gefühl, drücke meine Stimmung expressionistisch aus. Die Farben kommen, wenn die Staffelei vor mir steht“, berichtete der Künstler bei dem Termin im Amt. Auf seiner Homepage beschreibt er den Schaffensprozess noch ausführlicher: „Das Arbeiten mit Pinsel, Spachtel,Farbe und Leinwand versetzt mich in einen kreativen, meditativen Zustand,der mir das Gefühl der Freude und des Zufriedenseins weckt.“

Kein Ergebnis gefunden.

Zu dem Bild „Edge of Reality“ sagte er: “Ich male gerne Hochformat, den dieses kann man sehr gut hängen”. Der Künstler malt meist in Acryl, Kohle,Pastell oder Öl. Als Papier verwendete er ein 360 Gramm dickes Papier, eine Art Büttenpapier. Dieses lässt sich gut nachbearbeiten.

Stephan Mundi hat als kreativer Kopf auch nebenberuflich als Musiker gearbeitet. Er spielte Klavier, sang und komponierte. Blues, Jazz oder Swing – „alles bis auf Reggae“, berichtete er. Gemalt hatte er aber auch schon seitdem er ein achtjähriges Kind war. Gefördert wurde er von dem Großvater Adalbert „Bela“ Mundi, ein regional gut bekannter Künstler. Landrat Wolfgang Rzehak konnte noch von Begegnungen berichten. Der Großvater hatte dem Enkel den Rat gegeben: „Male abstrakt“.

An der Schwelle zu internationalem Erfolg

Nach einer Schaffenspause hatte Mundi im Herbst 2017 wieder angefangen zu malen. 300 Werke sind entstanden. Seit dem hat er bereits zweimal in Rom ausgestellt, das italienische Fernsehen berichtete. Auch in New York war der Gmunder Maler schon zweimal vertreten, unter anderem auf der Art Expo 2018. Auch bei den Global Arts Awards in Dubai gehört er zu den Finalisten, Ende November fällt eine Entscheidung. Die erste Einzelausstellung ist für März / April 2019 im Kreiskrankenhaus Agatharied geplant.

Rom – New York – Dubai - Bayrischzell: Der Gmunder Künstler freute sich besonders über die Anerkennung in der Heimat. „Es hat mich wahnsinnig gefreut, dass ich hier ausstellen konnte“, sagte er.

Bürgermeister Georg Kittenrainer berichtete davon, dass es für einen kleinen Ort wie Bayrischzell mit wenigen Einwohnern immer ein besonderer Ansporn sei, eine hochkarätige Ausstellung auf die Beine zu stellen. Es war bereits die 65. Ausstellung. Initiator ist mittlerweile die Gemeinde, Schirmherr war der Landrat und die Ausstellung wird unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Kittenrainer erinnerte an die Anfänge: Dr. Rüdiger Sobotta war Anfang der 50er-Jahre eine treibende Kraft. Die Menschen hatten nach dem zweiten Weltkrieg auch eine starke Sehnsucht nach Kunst und Kultur. Heuer wurden von rund 200 Einreichungen 98 ausgestellt. Die Auswahl trafen zwei professionelle Juroren, nicht mehr eine Jury aus den Ausstellenden, erklärte Organisator Klaus Gogolin. „Ich hatte keinen einzigen röhrenden Hirschen dabei“, meinte er. „Aber eine Kuh war dabei“, konterte Bürgermeister Kittenrainer. Das Werk „Kissing Cow“ wurde auch gekauft, aber nicht vom Landkreis.

Erfolgreiche Auftritte in den Social Media

Wer sich ein weiteres Bild des Schaffens vom Gmunder Künstler Stephan Mundi machen möchte, kann sich seine Werke etwa auf dessen Facebook-Account ansehen.
Fast 40.000 Besucher hatte seine Homepage www.stephanmundi.com