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30.10.2018

Schwere Sturmböen über dem Landkreis Miesbach

Schwere Sturm- und Orkanböen fegten in der Nacht auf Dienstag über den Landkreis Miesbach. 22 Feuerwehren mit mehreren Hundert Einsatzkräften kümmerten sich um umgestürzte Bäume und abgerissene Stromleitungen. Wegen des erhöhten Koordinierungsbedarfs wurde zusätzlich zur Leitstelle Rosenheim die Einsatz-Koordinierungsstelle bei der Feuerwehr Holzkirchen eingerichtet. Außerdem trat im Landratsamt Miesbach vorsorglich die Führungsgruppe Katastrophenschutz zusammen. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt.

Im gesamten Leitstellen-Bereich (Landkreis Miesbach, Landkreis und Stadt Rosenheim) gingen in den frühen Morgenstunden derart viele Notrufe ein, dass die Einsätze nicht mehr normal disponiert werden konnten. Grund waren die starken Sturm- und Orkanböen, die Bäume und Stromleitungen mit sich rissen. Um sechs Uhr morgens alarmierte die Integrierte Leitstelle deshalb die Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt Miesbach.

Zur Unterstützung der Leitstelle Rosenheim wurde die Einsatz-Koordinierungsstelle bei der Feuerwehr Holzkirchen eingerichtet. Alle Einsätze, bei denen keine Menschen in Gefahr waren, wurden hier abgearbeitet.

Im Einsatz waren 22 der 37 Landkreis-Feuerwehren: Fischbachau, Elbach, Hundham, Wörnsmühl, Miesbach, Agatharied, Parsberg, Niklasreuth, Irschenberg, Reichersdorf, Schliersee, Bayrischzell, Otterfing, Warngau, Hartpenning, Holzkirchen, Rottach-Egern, Kreuth, Tegernsee, Louisenthal, Schaftlach, Gmund.

Hauptsächlich mussten Straßen von umgestürzten Bäumen freigeschnitten werden. Die Feuerwehr Irschenberg wurde zu umgestürzten Bäumen auf die Autobahn A8 gerufen. Drei Brandmeldeanlagen (Miesbach, Schliersee, Tegernsee) mussten von den Feuerwehren zurückgestellt werden. Die meisten Einsätze (über 20) verzeichnete die Feuerwehr Rottach-Egern. Insgesamt rückten die Ehrenamtlichen in der Nacht zu zirka 80 Einsätzen aus.

Wegen abgerissener Stromleitungen fiel in einigen Teilen des Landkreises der Strom aus. Die Netze sind mittlerweile jedoch überbrückt, sodass es zu keinen größeren Stromausfällen mehr kommen sollte.

Am Morgen entspannte sich die Lage: Die Sturmböen legten sich, es besteht derzeit kein erhöhter Koordinierungsbedarf mehr. Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes gilt noch bis Dienstagmittag.