Auracher Moor unter der Lupe
Moormanager aus ganz Oberbayern prüfen Renaturierungsmaßnahmen
Die Hochmoorflächen im Auracher Moor zu renaturieren und wieder zu vernässen, das haben sich das Landratsamt Miesbach und hier vor allem Biodiversitätsberater Florian Busl von der Unteren Naturschutzbehörde auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam mit Moormanagern aus Oberbayern, Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes München und der Hochschule Weihenstephan-Riesdorf sowie von der Regierung von Oberbayern haben er und Johanna Völkel (Gebietsbetreuung Mangfallgebirge) jetzt einige Bereiche der rund 18 Hektar großen Fläche untersucht und weitere Maßnahmen für eine Fortsetzung der Renaturierung ermittelt.
Kein Ergebnis gefunden.
Das Auracher Moor ist eines von drei großen Hochmooren im Oberen Leitzachtal und bietet einer Vielzahl von bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen sehr speziellen Lebensraum. „Hier wurde früher viel Torf abgebaut, der für die Menschen ein wichtiger Rohstoff zum Heizen war oder als Einstreu in den Viehställen genutzt wurde“, erklärte Busl. Torfschichten – im Auracher Moor waren sie bis zu sechs Metern tief – stellen einen mächtigen Kohlenstoffspeicher in der Landschaft dar. Torf besteht vollständig aus abgestorbenen und in der Nässe konservierten Pflanzenresten. Um aber Torfabbau betreiben zu können, wurden fast alle Moore im bayerischen Alpenvorland durch die Anlage von Gräben systematisch entwässert. Dadurch verlieren sie ihre Funktion als Wasserspeicher und setzen durch die Zersetzung von den dann trockenliegenden Torfschichten riesige Mengen an klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid frei.
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Um den Lebensraum Auracher Moor zu erhalten, wurde vom Landkreis bereits 2010 eine Renaturierung angestoßen, ehe es vor kurzem unter Kofinanzierung des Freistaates Bayern und der Europäischen Union sogar erworben wurde. Florian Busl kümmert sich als Biodiversitätsberater um die Renaturierung und Wiedervernässung. Einen eigenen Moormanager, wie viele andere Landkreise in Oberbayern, hat der Landkreis nicht. „Und das obwohl es hier sehr wertvolle Moore gibt“, so Busl. Das stellten auch die Moormanager fest, die unter der fachlichen Leitung von Anne Nowottnick und Vroni Feichtinger von der Regierung von Oberbayern das Auracher Moor inspizierten und weitere konkrete Umsetzungsmaßnahmen prüften.
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