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Unterbringung

Wo werden die Geflüchteten untergebracht?

Ukrainerinnen und Ukrainer in Privatunterkünften, vom Landratsamt vermittelten Privatunterkünften sowie in der Turnhalle des Gymnasiums Miesbach. Alle weiteren Asylbewerber sind in dezentralen Unterkünften (vom Landratsamt in Vertretung des Freistaats angemietet) und in der Turnhalle der Berufsschule Miesbach sowie des Gymnasiums Tegernsee untergebracht.

Die Unterkunftskapazitäten im Landkreis Miesbach sind vollumfänglich ausgelastet. In den vergangenen Jahren konnte trotz zahlreicher Aufrufe kein nennenswerter Ausbau der Kapazitäten erfolgen.

Die Unterkunftsverwaltung ist daher weiterhin über jedes Angebot dankbar. Gesucht werden Unterbringungsmöglichkeiten ab 10 Personen. Angebote bitte an unterkuenfte@lra-mb.bayern.de senden. 

Bei uns im Ort steht ein Haus leer. Kann dieses nicht mit geflüchteten Personen belegt werden?

Die Unterkunftsverwaltung ist angewiesen auf Angebote seitens der Gemeinden und der Bevölkerung. Jederzeit können leerstehende Gebäude gemeldet werden. Diese werden dann von der Unterkunftsverwaltung besichtigt und auf ihre Eignung geprüft. Auch erfolgt eine Priorisierung der Angebote (z.B. bzgl. Kapazität, erforderliche Umbauten, mögliche Nutzungsdauer…).

Kann mit dem Eigentümer eine Einigung erzielt werden, muss das Angebot an die Regierung von Oberbayern gemeldet werden zur Kostenübernahme. Nur mit der Kostenübernahme der Regierung darf ein Objekt angemietet werden.

Sofern Angebote nicht mehr weiterverfolgt oder abgelehnt wurden, erfolgt dies stets nach sorgfältiger Abwägung aller Gegebenheiten.

Warum wurde dieses oder jenes Haus, das als Unterbringungsmöglichkeit für Flüchtlinge angeboten wurde, abgelehnt?

Jedes gemeldete Objekt wird auf seine Eignung hin besichtigt und geprüft. Dabei spielen die Bereiche Brandschutz, Infrastruktur, mögliche Belegungsdauer und Mietkonditionen eine entscheidende Rolle. Faktoren wie Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit müssen ebenfalls beachtet werden.

Warum stehen die angekündigten Container nicht schon längst?

Erst Ende November bzw. Anfang Dezember wurde die Kostenübernahme der geplanten Container für die Standorte in Holzkirchen und Hausham von der Regierung von Oberbayern bewilligt. Damit konnte erst zu diesem Zeitpunkt die Detailplanung aufgenommen werden und die Ausschreibung erfolgen.

Da Flüchtlingsunterbringung Staatsaufgabe ist, muss für jeden Schritt Regierung bzw. ggf. sogar das Innenministerium einbezogen werden. Dem Landkreis entstehen keine Kosten, da alle Kosten direkt auf den Staatshaushalt gebucht werden. Daher ist es aber zwingend erforderlich, Kostenübernahmen abzuwarten – sonst bleibt der Landkreis auf den Kosten sitzen. 

Die Politik hat versprochen, dass keine Hallen mehr belegt werden.

Geht man vom „normalen“ Flüchtlingsgeschehen unabhängig von der Ukraine-Krise aus, wäre die Notunterbringung in Sporthallen - wenn auch mit großer Kraftanstrengung – vielleicht zu vermeiden gewesen. Allerdings hat auch das Zugangsgeschehen von anderen Geflüchteten unabhängig vom Ukraine-Konflikt massiv zugenommen.

Ende Januar 2023 waren 1134 Geflüchtete aus der Ukraine und 742 aus dem Bereich Asyl im Landkreis Miesbach untergebracht. Vor dem Krieg, also Anfang Februar 2022, lebten nur 382 Asylsuchende im Landkreis.

Haben andere Landkreise, Städte und Gemeinden auch Turnhallen belegt?

Leider ist dies auch in benachbarten Landkreisen und Städten der Fall.